Search Console Helper: Von nützlicheren Daten profitieren und noch einfacher analysieren

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Eines der essentiellsten und unabdingbarsten Tools der meisten Webmaster und SEOs, stellt mit Sicherheit die Google Search Console dar. Vor allem, da sie direkt Daten von Google liefert, wie beispielsweise zu Suchanfragen, Crawling und möglichen Sicherheitsproblemen. Allerdings hat die Search Console auch einige Schwachstellen, die für erfahrene SEOs und Webmaster oft ein Problem darstellen.

Google Search Console vs. Search Console Helper

Wir bekommen in der Google Search Console zwar viele Daten wie beispielsweise zu Klicks, Impressionen, CTR und Durchschnittspositionen, allerdings fällt bei genauerer Betrachtung auf, dass die Anzahl der Suchanfragen im unten aufgelisteten Datenset nicht mit der oben aufgeführten Anzahl an Klicks insgesamt übereinstimmen. Würde es sich hierbei nur um eine marginale Abweichung handeln, so könnte dies unberücksichtigt bleiben, allerdings ergab sich in unserem Test eine Differenz von mehr als 33% an Klicks. Es sollte immer mit dem detaillierten Datensatz der Google Search Console API gearbeitet werden, anstatt blind der aufgeführten Gesamtsumme an Klicks in der Search Console zu vertrauen. Diesen genaueren Datensatz nutzt auch der Search Console Helper.

Abhilfe schafft der Search Console Helper. Das Programm wird direkt auf dem Rechner installiert und Daten werden direkt über die API der Google Search Console importiert, somit stehen alle Daten der Properties des verbundenen Google-Accounts zur Verfügung. Außerdem kann ganz einfach zwischen den Webseiten geswitcht oder Daten verschiedener Webseiten kombiniert werden. Eine Funktion, die vor allem für Agenturen oder Unternehmen mit sehr vielen Landingspages, sehr nützlich ist.

search console helper

Umfangreichere Datenanalyse und längere Datenhistorie machen Langzeitanalysen möglich

Im Search Console Helper erhält man eine Übersicht über die wichtigsten Kennzahlen: Klicks, Impressionen, Klickrate, sowie die zugehörigen Rankings für die einzelnen Keywords. Hierbei kann beispielsweise nach Suchtyp, Land, Gerät, Impressionen oder Position gefiltert und sortiert werden. Dabei kann sehr einfach nach bestimmten Keywords gesucht und Start- und Enddatum festgelegt werden.

Es können benutzerdefinierte Zeiträume oder Intervalle wie 30, 60, 90 Tage gewählt werden oder aber über „All“ alle verfügbaren Daten des Search Console Helpers angezeigt werden. Dies hängt natürlich vom Zeitpunkt der Installation ab. Die Daten können deutlich über die von Google bisher bereitgestellten 90 Tage bzw. in der Beta-Version 16 Monate hinausgehen, denn die Daten werden lokal gespeichert und fortgeschrieben. Da es sich um kumulierte Daten handelt und es nicht möglich ist, sich das Verhalten einzelne Nutzer anzusehen oder gar zu identifizieren, dürfte es auch datenschutzrechtlich aus unserer Sicht keine Probleme geben.  Dies erlaubt das Vergleichen von diesjähriger mit letztjähriger Saison, was vor allem für Branchen, die starken saisonalen Schwankungen unterliegen, ein großer Vorteil ist. Außerdem lassen sich durch die langfristige Betrachtung CTR- oder Rankingveräufe durch z.B. Title-, Description- oder Contentänderung beobachten.

Mehr Daten zu Keywords und bessere Verknüpfung von Seiten und Keywords

In der Search Console werden nur maximal 1000 Zeilen angezeigt, was zwar mit einigen Filteroptionen umgangen werden kann, indem man den Datensatz verkleinert, jedoch gibt es einen viel einfacheren Weg:

Die Search Console Helper greift bis zu 5000 Datenzeilen ab und man erhält, je nach Größe der Domain, ein fundierteres Datenset.

Ein weiteres großes Problem der Search Console ist, dass lediglich Suchanfragen und Seiten getrennt voneinander betrachtet werden können. Über die Search Console API hat man die Möglichkeit diese beiden zu kombinieren und für alle Suchanfragen auch eine passende Seite zugeordnet zu bekommen. So kann/können:

      • Auf Keyword-Kannibalismus schnell reagiert werden
      • Neue Rankingmöglichkeiten leicht gefunden werden

    Google Search Console:

    Search Console Keywords

    Search Console Helper:search console helper suchanfragen keywords

    „Not provided“ von Google Analytics umgehen: Einsicht in alle Keywords

    Ein weiterer Vorteil des SCH liegt auch an der korrekten und vollständigen Liste aller Keywords und stellt somit auch eine Ergänzung zu Google Analytics dar, bei dem viele Keywords mit der „Not provided“ Kennzeichnung verborgen bleiben.

    Weitere nützliche Funktionen des Search Console Helpers:

    Umfassende Filter-Optionen

    Search Console Helper FilterNeben dem Datenfilter, können auch Keywordfilter erstellt und für eine Property gespeichert werden, d.h. für jede einzelne Property muss ein neuer Filter erstellt werden. Mit einem Häkchen bei „excluded“ können Keywords ausgeschlossen werden (d.h. es werden alle bis auf die ausgewählten Keywords angezeigt). Hierzu können sog. Wildcards wie asterix( * ) oder question mark(? ) genutzt werden.

    Die Suchfunktion

    Search console Helper suche

    Über die Suchfunktion können einzelne Keywords gesucht, markiert und mit einem Filter versehen werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit einzelne Seiten in der Googlesuche anzusehen oder über den Search Console Helper weitere Daten zu Page Speed, OnPage usw. zu erhalten.

    Backlink-Analyse

    Da es für die Backlinks aktuell noch keine API gibt, muss eine Liste mit den Links aus der Search Console exportiert und als .csv-Datei im Search Console Helper hochgeladen werden.

    Wenn Sie auf den Start-Button klicken, beginnt der Search Console Helper-Crawler mit dem Aufruf aller URLs auf Ihrer Liste, erfasst den gesamten HTML-Code jeder Seite und speichert ihn auf dem Arbeitsspeicher Ihres Computers.

    Die Tabelle beginnt sich nun mit Daten zu füllen. Dies kann zwar einige Zeit dauern, jedoch ist das Ergebnis die Mühe wert. Es werden Statuscode, Content Typ und der Kontext des Suchbegriffs aus dem Quellcode, der den Backlink enthält, aufgelistet. Somit enthält das Tool die Fähigkeit beispielsweise follow- oder nofollow-Attribute zu erkennen. Außerdem kann nach 404 Links sortiert werden und Ankerlinktexte analysiert werden.
    Natürlich kann auch der gesamte Datensatz oder beliebig viele Zeilen ausgewählt und als Excel oder als TXT-Datei exportiert werden, falls Sie Google eine Backlink-Disavow-Datei senden wollen. 

    Search Console Backlinks

    Zudem muss angemerkt werden, dass der Search Console Helper einen sehr schneller Support besitzt. Unsere Fragen bezüglich der fehlenden API für Backlinks wurden innerhalb weniger Minuten beantwortet und weitergeholfen.

    Kosten

    Der Search Console Helper ist ein kostenpflichtiges Tool, kann aber in der Testversion 30 Tage lang kostenlos getestet werden. Danach kann man zwischen einer Vertragslaufzeit von 1,3,6,12 und 24 Monaten wählen. Für ein Jahr kostet die Lizenz des den Search Console Helpers 149 Euro.

    Einfache und intuitive Bedienung

    Viele weitere Funktionen könnte man zwar auch nutzen, wenn man die Search Console in Google Sheets exportiert und dort weiterverarbeitet, die Benutzung des Helpers ist allerdings weitaus bequemer und schneller. Die Handhabung des Tools ist sehr intuitiv, auch wenn sie auf den ersten Blick sehr kompliziert erscheint. Das Design ist dabei so einfach wie möglich gehalten, uns fiel lediglich auf, dass der benutzte Menüreiter zur besseren Usability hervorgehoben werden sollte, damit der Nutzer weiß, wo er sich gerade befindet. Wechselt man von einer Ansicht zur anderen, ändert sich die Property, was ärgerlich ist, denn man muss jedes Mal die Daten erneut von der Google API abrufen.  Als Spracheinstellung der Benutzeroberfläche  ist Deutsch und Englisch möglich, wobei viele Elemente noch nicht in deutscher Sprache verfügbar sind.

    Fazit

    Für Informationen wie „Abruf durch Google“ oder „Indexierungsstatus“ und viele weitere Daten, die der Helper nicht bietet, nutzen wir natürlich weiterhin die Search Console. Somit sehen wir den Google Search Console Helper nicht als Substitut, sondern vielmehr als sinnvolle Ergänzung zur Search Console. 

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