Google Abstrafung

Abstrafung durch Google – Was nun?

 

Google Abstrafungen (Penalty) sind Maßnahmen von Google zur Spambekämpfung. Ziel der Google Penalties ist es, Websitebetreiber, welche gegen die Qualitäts-Richtlinien für Webmaster verstoßen, abzustrafen. Google will dadurch sicherstellen, dass der eigene Suchindex den Nutzern stets die bestmöglichen Suchergebnisse anbieten kann und Spamergebnisse zurückgedrängt werden. Manipulationsversuche wie exzessiver Linkkauf oder Contentklau seitens Webseitenbetreiber funktionierten bis vor ca. fünf Jahren noch reibungslos. Heutzutage ist es aber meist nur eine Frage der Zeit bis der Google-Algorithmus (meist bei Updates) diese Manipulationsversuche erkennt oder eine Google Abstrafung in Form eines „blauen Briefs“ ins Haus flattert.

 

Welche Arten einer Google Abstrafung gibt es und wo liegen die Unterschiede?

 

Die Auswirkungen solch einer Google Abstrafung fallen unterschiedlich stark aus. Unterschieden wird zwischen Abstrafungen zweierlei Ursprünge (manuell/algorithmisch). Des Weiteren ist nicht immer gleich die ganze Domain von einer Abstrafung betroffen, sondern es gibt fünf verschiedenen Ebenen auf denen Ihre Webseite betroffen sein könnte.  Bei den manuellen Abstrafungen kann der Zeitraum der Abstrafung, abhängig von Umfang und Gewichtung des Verstoßes gegen die Qualitätsrichtlinien, variieren.

 

Art der Abstrafung:

  • Algorithmische Abstrafung: durch entsprechende Google Algorithmen wird diese Abstrafung automatisiert vergeben. (z.B. Panda Update, Pinguin Update)
  • manuelle Abstrafung: Google Mitarbeiter aus dem Search Quality- oder Webspam Team prüfen manuell falls Webseiten verdächtigt werden gegen die Webmaster Richtlinien zu verstoßen.

 

Mögliche Gründe für manuelles Eingreifen:

  • Durch Benutzer generierter Spam
  • Versteckte Texte und/oder Keyword-Spamming
  • Reiner Spam
  • Dünne Inhalte von geringem oder gar keinem Wert [für den User]
  • Unnatürliche Backlinks
  • Unnatürliche externe Links von Ihrer Website
  • Unnatürliche Backlinks – seitenübergreifende Auswirkung

 

Abstrafungsebenen:

  • Keyword-Ebene: Das Ranking einzelner Keywords ist betroffen, andere Keywords bleiben hiervon unberührt.
  • URL- oder Verzeichnis-Ebene: Das Ranking einzelner URLs oder ganzer Verzeichnisse ist betroffen, andere bleiben hiervon unberührt.
  • Hostnamen-Ebene (Subdomain): Das Ranking einer ganzen Subdomain ist betroffen.
  • Domainweit (seitenübergreifend): Das Ranking Ihrer kompletten Domain ist betroffen.
  • Delisting (De-Indexierung): Alle Seiten Ihrer Domain werden aus dem Google Index entfernt.

 

Manuelle Google Penalty – Was ist das genau?

Neben den Algorithmus-Anpassungen kümmert sich zudem das „Search Quality Team“ in Dublin, Irland um die Qualität im Google index. Das Team überprüft manuell Websites nach eigens angefertigten Bewertungsbögen, denn der Google Algorithmus wird zwar immer besser, urteilt aber nicht unfehlbar über die Qualität und Relevanz aller Websites.

 

Google Algorithmus Updates – Die Exekutive des Suchmaschinengiganten

 

Durch Algorithmus Updates wie dem Panda-Update und zuletzt dem Pinguin-Update schafft es Google mittlerweile effektiv Verstöße gegen die Qualitätsrichtlinien zu erkennen. Die betroffenen Webseiten werden von dem Algorithmus automatisch mit Rankingeinbußen bestraft. Neben den beiden bekanntesten Updates Panda und Pinguin gibt es noch weitere Updates wie das Caffeine Update. Hierbei ist es – je nach Themengebiet – häufig der Fall, dass Domains mit aktuelleren Inhalten bevorzugt werden und Seiten mit veralteten Inhalten Rankingverluste verzeichnen.

Google ist stets bemüht den eigenen Index zu optimieren. Demnach ist es nicht überraschend, dass der Suchmaschinengigant jährlich viele verschiedene Updates anwendet.

Folgende Updates wurden beispielsweise während des letzten Jahres ausgerollt:

  • Google Core Update: Januar 2016
  • Mobile Update 2:       Mai 2016
  • Phantom IV Update: Juni 2016
  • Penguin Update 4.0: Oktober 2016

 

Das Google Panda Update

 

Automatische Googleabstrafung: Panda Update

Der so genannte „Panda“ bezeichnet ein permanentes Update des Google Ranking-Algorithmus. Er fungiert als Filter welcher in regelmäßigen Abständen auf den gesamten Google Index angewendet wird. Seine Aufgabe ist es, Webseiten mit spammigen Inhalten zu identifizieren und deren Ranking deutlich zu senken. Der Panda ist demnach zuständig für die inhaltliche Qualität der Webseiten. Dies kann beispielsweise durch einzigartige und hochwertige Texte, Bilder und Videos gewährleistet werden.

 

Panda Bemessungsgrundlagen für die Qualität von Webseiten?

  • Wenig einzigartige Inhalte
  • Wenige/keine vertrauenswürdigen Backlinks
  • geringe Verweildauer der Nutzer
  • hoher Anteil an doppelter Inhalte
  • hohe Absprungrate der Nutzer
  • ein hoher Anteil an so genannten „boilerplate“ Inhalten (z.B. gleiche Texte oder Links auf jeder Seite)
  • zu viel Werbung
  • Seiteninhalt und Seitentitel stimmen nicht mit der Suchanfrage überein
  • unnatürlich häufiges Vorkommen eines Wortes auf einer Seite

 

Der Google Pinguin – jetzt noch schneller und dynamischer!

 

Google Pinguin 4.0, algorithmische Abstrafung

Der Google Pinguin ist ein Qualitäts-Update das vor allem für die Bekämpfung von Linkspam zuständig ist. Er evaluiert das Backlinkprofil von Webseiten. Trifft der Google Pinguin auf eine Webseite mit einem hohen Anteil an minderwertigen Links stuft er die betroffene Webseite herab. Betroffen sind meist Links aus Blogrolls, Forum-Spam, Linknetzwerke.

Auffällig sensibel reagiert der Pinguin auf zu viele Linktexte (=Ankertexte) mit „Moneykeywords“ (d.h. Suchbegriffe, zu denen man gerne ranken möchte. Z.B. „Designer Handtaschen“, „günstige Gebrauchtwagen“).

 

Google Pinguin Update 4.0 – Was ändert sich?

 

Mit Einzug des Pinguin 4.0 im Herbst 2016, hat Google bereits sieben Updates der Pinguin Reihe ausgespielt. Mit Pinguin 4.0 ist dieser nun auch offizieller Teil des Kernalgorithmus von Google geworden. Früher wurde das Update in regelmäßigen Abständen ausgerollt, dies ändert sich nun mit dem sogenannten „Realtime Pinguin“. Jetzt erfolgt die Neubewertung der Webseite bereits nach jedem erneuten crawlen und indexieren einer Webseite. Wie es bei dem Panda schon lange der Fall ist, bewertet der Pinguin 4.0 jetzt nun auch in Echtzeit!

Welche Metriken genau das Ranking beeinflussen, ist wie immer nicht bekannt Dies ist vermutlich auch in der Echtzeit Version des Updates der Fall. Außerdem werden nach Angaben von Google die Daten nun detaillierter Ausgewertet, und es können auch nur bestimmte Bereiche also beispielsweise einzelne URLs betroffen sein, und nicht immer die komplette Domain.

 

Gab es eine Google Abstrafung für meine Domain?

 

Die niedlichen Tierchen, andere Updates oder das Search Quality Team kann Ihnen als Websitebetreiber alle Rankings kosten, sofern sie gegen die aktuellen Richtlinien verstoßen. Der wertvolle, „kostenlose“ Traffic aus der organischen Suche bricht oft auf ein Minimum oder gar komplett ein. Umso wichtiger ist es, die eigene Webseite vor Abstrafungen zu schützen und die Qualitätsrichtlinien präventiv, gar nicht erst zu verletzen.

Falls Sie doch eine Google Abstrafung erhalten haben gilt es diese schnell zu erkennen und zu handeln!

 

Eine Google Abstrafung erkennen:

Einen ersten Anhaltspunkt, ob Ihre Seite von einem Google Update betroffen sein könnte, zeigt – unter Vorbehalt – ein Tool von Sistrix. Unter Vorbehalt deshalb, weil oft weitere Faktoren mit in das Ranking spielen und nur oft ein qualifizierter Verständiger für Suchmaschinen eine valide Einschätzung abgeben kann. Mit Sistrix können Sie die Sichtbarkeit Ihrer Webseite kontrollieren und gegebenenfalls Abstrafungen erkennen.

Weißt Ihre Sichtbarkeit einen ähnlichen Verlauf wie untenstehendes Beispiel auf, ist eine Abstrafung naheliegend.

 

Sichtbarkeitseinbruch nach Abstrafung, SEO

Aber Vorsicht: Das Tool bezieht nur die Sichtbarkeit mit ein, nicht aber eventuelle Änderungen von z.B. On- oder OffPage Faktoren.

Das heißt, dass ein rapider Rankingverlust auch andere Gründe als Abstrafung haben könnte!

 

Vorsorge vor einer Abstrafung – was kann ich tun?

 

Google verändert seine Richtlinien ständig, aber die Richtung ist klar:

  • Schaffen Sie eine gut zugängliche Seite für den Google Crawler.
  • Schaffen Sie sich ein natürliches Linkprofil.
  • Achten Sie auf eine saubere Indexierung und verhindern Sie Wildwuchs.
  • Bauen Sie eine Marke aufbauen.
  • Nutzen Sie nur von Google gewünschte Methoden und Techniken.

 

Halten Sie sich an diese Punkte, ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihr Ranking von Googles Maßnahmen zur Spambekämpfung verschont bleibt. Die korrekte Umsetzung der oben genannten Präventivmaßnahmen bietet Ihnen sogar auch die Chance von Googles Updates zu profitieren, und Ihre Bemühungen könnten mit einem Rankinganstieg belohnt werden!

Suchmaschinenoptimierung: So profitieren Sie von Google Updates

 

Abstrafung durch Google – welche Schritte sind zu beachten?

 

Sobald Sie eine Mail des Google Search Quality Teams erhalten (Übrigens: Voraussetzung für die Information der manuellen Abstrafung ist, dass die Webseite in der Google Search Console authentifziert ist!), oder besorgniserregende Rankingeinbrüche verzeichnen, sollten Sie schnell handeln!

 

  • Distanzieren Sie sich per disavow File von allen schlechten Links.
  • Stellen Sie sicher, dass die Inhalte Ihrer Seite einzigartig und lesenswert sind.
  • Dokumentieren Sie all Ihre Maßnahmen sorgfältig.

 

Anschließend sollten Sie im Falle einer manuellen Abstrafung das Google Search Team über die Änderungen in Kenntnis setzen (Tipp: warten Sie hier bis die Änderungen auch tatsächlich von Google indexiert wurden)

 

Haben Sie Fragen zu den Abstrafungen von Google oder hat Ihre Webseite bereits eine Abstrafung erhalten? Dann wenden Sie sich am besten an uns. Wir beraten Sie gerne inkl. einer ersten, kostenlosen Einschätzung.

 

 

 

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